Do, 4. Dezember 2025

LOKALE HILFSWERKE – «HANDS OF SOLIDARITY» UND «SELFM.AID»

Vier Frauen engagieren sich für notleidende Menschen

Am Frauenstammtisch im Dezember stellten Julia Minder Geschäftsleiterin/Gründerin und Linda Wanklin im Vorstand (fehlt auf dem Bild) ihr Hilfswerk vor.

selfm.aid durchbricht mit ihrer nachhaltigen Hilfe den Teufelskreis der Abhängigkeit
Im überfüllten Flüchtlingslager auf Samos fehlt es an allem! Selfm.aid nutzt die breite Palette von Talenten und Fertigkeiten der Menschen, um alles selber herzustellen. Die Handwerksberufe und der Bedarf im Camp bilden die Grundlage. Die Insel liefert dazu die Rohstoffe. In Werkstätten wird gelernt, gearbeitet und produziert: Holz- und Metallverarbeitung, Textilproduktion, Küche, Wäscherei, Bauarbeiten und Barberhandwerk. Mit dem Einbezug der Betroffenen verbessert sich deren psychische Gesundheit. Ihre Identität stärkt sich durch die Aufgabe in ihrem Beruf und sie erhalten eine Tagesstruktur. Smartphones sind für die Geflüchteten extrem wichtig. Viele besitzen keines mehr. Selfm.aid sammelt gebrauchte und gespendete Smartphones aus Europa, die vor Ort repariert werden. Menschen warten oft jahrelang auf Asylentscheide. Anträge kosten 100 €. Betroffene drucken Kunstkarten und verkaufen sie gegen eine Spende von 100€.

hands of solidarity startete zu Beginn des russischen Angriffkriegs mit einer Spendensammlung vor dem Bülacher Rathaus. Im Februar 2022 wollten die beiden Frauen für die Ukraine dringend etwas unternehmen. Bei ihrer ersten Spendensammlung wurden sie komplett überrannt, so dass sie die Aktion nach 45 Minuten stoppen mussten. Neben unzähligen Sachspenden überwiesen sie CHF 14’200.- an das Schweiz. Rote Kreuz als Soforthilfe für die Ukraine. Dieser Erfolg motivierte sie, einen Verein zu gründen, der zum Ziel hat, Menschen in Armut, im Krieg, mit Krankheiten oder die obdachlos leben zu unterstützen. Mit verschiedenen Events sammeln sie Geld und Sachspenden, die sie grösseren Organisationen übergeben, weil sie über mehr Know-How und ein breites Netzwerk verfügen. Seither führen sie, neben kleineren Aktionen, jährlich zwei Projekte durch: z.B. auf dem Lindenhof für die Krebsforschung (in drei Jahren CHF 26’000) oder am Weihnachtsmarkt, dessen gesamter Erlös an das SRK geht.

Vom beeindruckten Publikum erhielten die Hilfswerke einen grossen Applaus.