Donnerstag, 2. April 2026, 19.30 Uhr

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TRÄUME ANALYSIEREN UND DEUTEN

Träume schützen den Schlaf

Am Frauenstammtisch vom 2. April erklärte Volker Hartmann, Psychologe und Psychotherapeut, die Methode der Traumdeutung nach Freud.

Nach Freud sind Träume Wunscherfüllungen aus dem Unbewussten. Der Traum sorgt dafür, dass wir weiter schlafen können. Interessant dazu ist eine Studie des Neuropsychologen Solms, der 1997 in einem Experiment aufgezeigt hat, dass Hirnverletzte eines bestimmtem Hirnareals nicht mehr träumen können und dadurch viel schlechter schlafen.

Freud ging davon aus, dass alles was den psychischen Apparat antreibt, Wünsche sind. Das Gehirn versucht im Traum, diese verborgenen Wünsche zu erfüllen. Damit wir nicht aufwachen, erfüllt der Traum diese scheinbar, verzerrt, in Form von Bildern und Geschichten und wir können weiter schlafen. Das bewusste ICH reagiert auf diese Bilder und versucht sie zu bearbeiten oder zu ordnen. Das Ergebnis ist die Traumerinnerung.

Methode der Traumanalyse

In dynamischer Art zeigte Volker Hartmann anhand eines Traumbeispiels auf, wie er Patienten unterstützt beim Auffinden von belastenden Erlebnissen oder verdrängten Gefühlen, die der (Alb-)Traum verschleiert wiedergibt. Er zerlegt ihre Erinnerung in einzelne Wahrnehmungsinhalte, indem er assoziative Bilder auftauchen lässt. So sammelt er Einfälle der Person und sucht nach neuen Zusammenhängen. Daraus erschliessen sich Quellen aus denen der Traum entstanden ist (= Deutung).

Eine Person im Publikum fragte, was es bedeute, dass sie wiederholt von hohen Wellen träume und sie dann auf einen Berg flüchten müsse. Volker Hartmann fragte sie, was für sie Wellen bedeuten. (Wasser, Faszination, Bedrohung u.a.). Auf den Berg flüchten: Wann sei sie atemlos? Was komme ihr dazu in den Sinn? usw. Volker Hartmann betonte, dass nicht jede Person Wellen gleich interpretiert, wie das z.T. in der Literatur über Traumdeutung beschrieben wird.

Nun schwebte der Wunsch nach weiteren Deutungen von persönlichen Träume im Raum. Doch die Zeit war schon zu weit fortgeschritten.